Das Buch habe ich immer noch nicht gelesen, aber die schwedische Verfilmung aus dem Jahr 2009 gesehen. Insofern war ich zumindest inhaltlich einigermassen auf die Neuverfilmung des Stieg Larsson Thrillers "Verblendung" vom amerikanischen Regisseur David Fincher vorbereitet. Und ich hatte ausreichend Vorurteile im Kino mit dabei, denn als fleissiger Lichtspiel-Konsument weiss man ja: die Amis glauben immer, sie können es besser als die ollen Europäer.
Was ich dann gesehen habe: eine SENSATIONELLE Rooney Mara als verkorkst-eigenbrötlerische Hackerin Lisbeth Salander. Einen überzeugenden Daniel Craig, der in seiner Darstellung des Journalisten Mikael Blomkvist durch Zurückhaltung glänzt. Ein Nebeneinander von wunderschönen Landschaftsaufnahmen und verstörenden Grausamkeiten. Ein Plot, der spannend war, obwohl ich ihn schon kannte. Ein Film, der seine ganzen 158 Minuten hindurch fesselt.
In meinen Augen alles richtig gemacht, Mr. Fincher. Manchmal können sie es eben wirklich besser, die Amis.
Verblendung
Thriller
USA/Schweden/GB/D, 2011
Regie: David Fincher
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